Offline Marketing und Online Marketing: Vor- und Nachteile

Am Online Marketing kommt anscheinend kein Unternehmen mehr vorbei. Inzwischen wissen auch eher technikscheue Firmenchefs mit Begriffen wie SEO, Facebook und Social Media Marketing etwas anzufangen, auch wenn sie längst nicht alle schnell wechselnden Trends verstehen. Doch sollten Unternehmer deshalb auf Offline Marketing verzichten? Sind bewährte Formen wie die Print-, Fernseh- und Radiowerbung wirklich nur noch teuer und kaum wirksamer als das Internet? Wir führen einen Vergleich durch.

Online Marketing: höchst bedeutsam im digitalen Zeitalter

presentation-2405210_640Dass Google und Facebook wirken, dass auf Amazon unglaublich gut verkauft wird und dass Social Media Marketing geradezu ein Hype ist, gilt im Jahr 2017 als unbestritten. Es gibt Menschen, die bestimmte Produkte nahezu ausschließlich online einkaufen (in Deutschland rund 40 % der Konsumenten), doch noch größer ist die Gruppe derjenigen, die sich vor jedem Kauf im Netz informieren, unabhängig vom späteren Kaufvorgang. Das dürften aktuell etwa 60 % aller Käuferinnen und Käufer hierzulande sein. Die AGOF (Arbeitsgemeinschaft Online Forschung) gibt für das Jahr 2016 an, dass 52,72 Millionen Deutsche ab 14 Jahren das Internet prinzipiell für Informationsbeschaffung nutzen, das sind 92,6 % der Bevölkerung. Dabei geht es natürlich nicht nur um Käufe, doch Produkte und Dienstleistungen machen einen großen Teil der Suchanfragen aus. Die Zahl der Verbraucher, die oft oder zumindest gelegentlich online einkaufen, liegt inzwischen bei knapp 70 %. Daran kommt kein Unternehmen vorbei.

Marketing-Instrumente online und offline

Flyer oder Facebook Ads? Es gibt in jedem Bereich zahlreiche, teure und auch sehr günstige Möglichkeiten, Marketing zu betreiben. Für welche sich ein Unternehmen entscheidet, hängt vom Produkt, der Branche, der Zielgruppe und der Gefahr – oder Nicht-Gefahr – von Streuwerbung ab. Streuwerbung muss nicht immer schlecht sein. Wer eine Süßigkeit bewirbt, die alle Altersgruppen mögen, kann seine Werbung ruhig mit der Gießkanne ausstreuen. Die unterschiedlichen Marketing-Instrumente für Online- und Offline-Werbung lassen sich wie folgt gliedern:

Offline Marketing

  • Printwerbung (Plakate, Flyer, Zeitungsanzeigen, Broschüren, Visitenkarten)
  • Fernsehwerbung
  • Radiowerbung
  • Events, Messen und Ausstellungen
  • Werbeartikel
  • Sponsoring

Online Marketing

  • SEO
  • Social Media Marketing
  • Google AdWords
  • Affiliate Marketing
  • Online-Banner
  • E-Mail-Marketing
  • Content-Marketing
  • Suchmaschinenwerbung (SEA)
  • Multimedia-Instrumente wie Videos und Podcasts

Einige dieser Bereiche überschneiden sich. Online-Banner und Google AdWords gehören natürlich zur Suchmaschinenwerbung, aber nicht ausschließlich. Sie können auch auf anderen Webseiten und/oder Blogs erscheinen, bei Bannern ist das sogar die Regel. Google AdWords besetzt gleichermaßen die Suchmaschine in den Ergebnislisten wie Webseiten. Um solche Feinheiten soll es hier aber nicht gehen, sondern um die Frage: Was ist erfolgreicher? Online oder Offline Marketing?

Vor- und Nachteile von Offline Marketing

Es gibt mindestens zwei Bereiche im Offline Marketing, die nur mit hohem finanziellen Aufwand zu stemmen sind: die Fernsehwerbung und die Radiowerbung. Wir haben uns an beide Werbeformen als Verbraucher stark gewöhnt und akzeptieren sie, weil wir dadurch von den Privatsendern ein kostenloses (werbefinanziertes) Programm erhalten. Doch welchen Effekt hat Radio- und Fernsehwerbung eigentlich? Das ist sehr unterschiedlich und wird von den Werbetreibenden natürlich ermittelt. Eine große Wirkung können diese Spots beim Branding erzielen, doch das Umsatzwachstum ist nicht immer messbar. Bei Printwerbung gibt es Bereiche, wo direkt festzustellen ist, dass auf eine Anzeige ein bestimmter Umsatz entsteht, der ROI ist also messbar. Daher geben viele Unternehmen die Printwerbung auch noch längst nicht auf. Es bleibt festzustellen, dass Offline Marketing mit hoher Breitenwirkung ein ausgezeichnetes Branding bewirken, aber auch enorm teuer sein kann. Die Messbarkeit ist teilweise nicht gegeben, was jeden Unternehmer sehr stört.

Vor- und Nachteile beim Online Marketing

marketing-2486527_640Online Marketing ist in einigen Bereichen – beispielsweise beim Affiliate Marketing – auf den Cent genau messbar. Das löst große Begeisterung aus. Andere Maßnahmen etwa via SEO (Suchmaschinenoptimierung) bieten nicht diese exakte Messbarkeit, doch sie kosten vonseiten der Suchmaschine nichts. Jedermann kann Google-Blogs kostenlos betreiben, dort Texte mit Keywords einstellen und von diesen auf die eigene Homepage und den eigenen Shop verlinken. Wenn Kosten entstehen, dann nur durch beauftragte Dienstleister wie Marketingagenturen und Texter oder Filmer/Fotografen. Generell lässt sich sagen, dass Online Marketing zu sehr günstigen finanziellen Konditionen möglich, insgesamt punktgenau steuerbar und der ROI sehr gut ermittelbar ist. Darüber hinaus ermöglicht das Online Marketing über die sozialen Medien den direkten Dialog mit den Verbrauchern. Es gibt nur einen Nachteil: Nicht jeder Verbraucher ist online oder kauft online ein. Tendenziell aber wird die Gruppe der Online-Verweigerer immer kleiner.

Fazit

Im Jahr 2017 sollten Unternehmen auf einen Mix von Online und Offline Marketing setzen. Dem Onlinebereich dürfte allerdings eher die Zukunft gehören, ohne dass Offline Marketing je gänzlich verschwindet.

 

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